unsere Zeit

August 12th, 2010 by ericladeur

wieviel Minuten sind ein Leben
wie viele sind die Zeit
Schnee in den Herzen
Sehnsucht macht die Stille
und weit
wenn ich Dich suche
lange noch
wird zur Unendlichkeit
Krähen ziehen im Morgengrauen
auf den Feldern wächst
die Einsamkeit
sind wir das Leben
und die Hoffnung
schenkt der Zukunft
unsere Zeit

Heute 2010, kaum vorstellbar aber…

Juli 28th, 2010 by ericladeur

… eines Tages wird das Internet
für immer abgeschaltet werden.
Weil wir es, schlicht und einfach,
nicht mehr benötigen.

marbach_stempel1

so sehr

Juli 17th, 2010 by ericladeur

so sehr
so oft
so viel
so geirrt
so unvollkommen
so Mensch

Darwin hatte ja nicht “Unrecht”, nur Recht hatte er . . .

Juli 3rd, 2010 by ericladeur

Wir haben eine Katze. Ja sicherlich, das ist ja nichts neues, viele Menschen haben eine Katze. Manche sogar zwei oder drei oder noch mehr. Ja, aber unsere ist eine Wilde, also eine die uns zugelaufen ist oder anders gesagt die auf Ihrer Reise etwas bleibt weil das Futter bei uns ganz gut und ansehnlich ist.
Sie war eines Morgens plötzlich da, sagte also mietzte zwar noch nie etwas zu uns, bekommt aber trotzdem jeden morgen ihr Futter und einen Napf mit Wasser. Sie ist auch absolut pünktlich, jeden morgen wenn wir aus dem Haus gehen ist sie da, nur anfassen oder streicheln lässt sie sich nicht. Sowie einer von uns auch nur einer Meter ran geht oder die Hand ausstreckt ist Sie weg.

Heute, am Samstag haben wir das erste Mal draußen gefrühstückt. Endlich ist doch noch der Sommer gekommen. Es war ein wunderschöner morgen, blauer Himmel und leichter Sommerwind, noch nicht so heiß und nicht mehr zu kühl um im noch feuchten Gras schon Barfuß zu laufen. Ein Tag der einen vielversprechenden Fortgang erahnen ließ. Und doch war heute irgendetwas anders als sonst. Vollkommen anders.
Als wir am Tisch saßen und frühstückten bemerkte ich die Katze auf einem unserer Schuppendächer. Sie saß an der Dachkante und sah uns genau zu. Mehr aus Spaß sagte ich „..komm doch runter zu uns und iss etwas mit“. Sie kam. Ich weiß man sollte keine Wilden Tiere mit Resten vom Tisch füttern aber aus irgendeinem Grund tat ich es doch. Der Kochschinken war frisch und saftig und ich legte Ihr ein Stück ins Gras. Doch sie nahm es nicht an, nein sie schnupperte nicht einmal daran. Sie saß nur da und sah mir noch immer genau zu, ja sie beobachtete mich, sie scannte praktisch jede meiner Bewegungen. Dann eben nicht, dachte ich so.

Da passierte etwas, was wir, meine Frau saß mit am Frühstückstisch, zuerst nicht so ernst nahmen. Es war eher niedlich, ja lustig anzusehen. „ Ach schau mal, ist sie nicht süß. Fast wie ein…“ sagte meine Frau noch als sie es das zweite mal tat. Ich konnte nicht damit aufhören es noch mal zu probieren, war es nur Zufall, einfach so passiert? Doch Sie tat es wieder und immer wieder.
Die Katze hatte sich auf Ihre Hinterpfoten gesetzt und mit beiden Vorderpfoten versucht den Kochschinken zu nehmen um dann davon abzubeißen. Anfangs sah es noch sehr ungewohnt, sehr ungelenkig aus. Doch Sie lernte schnell. Scheinbar hatte sie beschlossen nicht mehr aus dem Gras, also vom Boden zu fressen. Ich weiß nicht wie viel Stückchen ich ihr gegeben hatte, der Kochschinken war fast alle. Und ich probierte es aus, große Stücken, kleine Stückchen oft so klein das sie schwer aufzunehmen waren, im Gras, auf dem Beton, auf unserem gepflasterten Gehweg. Sie fraß nicht mehr, sondern setzte sich hin und nahm es mit den Vorderpfoten auf. Ja auch dann fraß sie es nicht mehr sofort auf, sondern biss mehrmals davon ab. Absolut ungewöhnlich, ja außerordentlich.

Darwin hatte nicht Unrecht, nur hatte er auch nicht Recht. Der Entwicklungsstand der Menschheit war zu dieser Zeit eben ein anderer als Heute. Wir dürfen nicht vergessen dass es noch gar nicht so lange her ist da hätte man nicht nur Computer auf dem Scheiterhaufen verbrannt sondern auch die, die sie bedienen konnten und alles als Teufelszeug abgetan. Glaubte doch die Menschheit lange die Erde sei eine Scheibe und wer sich auf die andere Seite begeben würde, würde ganz sicher dabei runter fallen. Und lange, ja lange dauerte es bis auch der letzte Frevler, der behauptete die Welt sei eine Kugel nicht mehr davon gejagt oder aus der Gemeinschaft ausgeschlossen wurde.

Wissen wir nicht heute, dass die Welt doch nicht rund wie eine Kugel ist und dass wir trotzdem nicht runter fallen wenn wir uns auf die andere Seite begeben. Ja und ist es nicht so, dass grade heute diese von uns erfundenen Computer sogar Raumfähren bedienen mit den wir ins All starten und mit denen wir in nicht all zu ferner Zeit nach neuen Orten zum Leben suchen werden. Und irgendwann haben wir den Entwicklungsstand diese neuen Orte, welche ganz sicher nicht mehr auf unserem Planeten liegen werden, auch noch lebend zu erreichen. Ja so gesund zu erreichen um dort weiter zu leben.

Ich denke es ist an der Zeit so manche Lehre zu “überdenken” und anders oder neu zu formulieren, nicht nur die Darwinsche Evolutionstheorie.
Entwickeln heißt verändern, oder`?

der Piekser

Juni 12th, 2010 by ericladeur

*

. . .  Sie haben die Welt angestochen

und die,

ist daran zerbrochen . . .

*

Mai 20th, 2010 by ericladeur

schlaftrunken, vor Liebe

Ich hab Dich heute morgen gesehen
war noch so müde, längst nicht wach
konnte es erst gar nicht verstehen
Und plumps nur so, kurz mal eben
ändert sich das ganze Leben
auf dem Parkplatz, wie profan
da kamst Du mir entgegen
schlank und wunderschön
zuerst hab ich nur dein Lächeln gesehen
Dein Lächeln und die Frage im Blick
verzeih, ich war noch nicht wach,
verstand Dich kein Stück
ein kurzes hallo und die Frage,
war immer noch da
Gott, dein Lächeln
nur für mich
wirklich, ja
hätte Dich so gern geküsst
die Welt ist so groß
die Liebe so weit
und mit etwas Glück
gibt es eine 2te Chance
zur richtigen Zeit
Wenn ich Dir dann erzähle
wirst auch Du mich verstehen
denn ich hab Dich erst heute morgen
das Erste mal so richtig
gesehen

.

herbst2

Später Besuch

März 29th, 2010 by ericladeur

Gestern Abend, es war schon ziemlich spät und finster denn es regnete seit Stunden, klopfte es an unserer Haustür. Zwei mal, kurz und etwas poltrig, eigentlich war es ein etwas Merkwürdiges klopfen und vielleicht ging ich gleich deshalb sofort zur Tür. Warum ich die Außenbeleuchtung nicht angemacht habe, kann ich so im Nachhinein nicht mehr genau sagen.

Da stand er, auf der untersten Stufe, zu unserer Haustür gehen 5Stufen hinauf. Wir haben das Haus damals mit dem Keller nur halb in den Boden gebaut, also praktisch einen Meter über den Boden, da wir ziemlich dicht am Waldrand wohnen und der Boden hier immer sehr feucht war.
Jedenfalls stand er da und sah mich ganz ruhig an. Den Kopf etwas zur Seite gedreht und mit großen offenen Augen, große braune Augen. Ja, fast schien es so als ob er seine Nase etwas nach vorn schob und die Augen dabei etwas zu kniff. Er überlegte und dabei musterte er mich, ganz sicher. Als konnte ich in diesem Moment seine Gedanken sehen, als würde er sagen „ aha, Du also…“.
Aber er sagte nichts, es war absolut still und das seit sicherlich über einer Minute, erst jetzt wurde mir bewusst das ich einem Fuchs gegenüber stand. Einem ziemlich großem, schönen Fuchs, fast orange und es sah aus als trage er weiße Strümpfe aus denen seine schwarzen Pfoten herausschauten. Er machte keinen Laut, kein Knurren, nichts und als es mir dann durch den Kopf schoss „.. Du bist doch ein Fuchs, hey was…“ schien er dies gehört zu haben.

Ich hatte es nur gedacht, nicht gesagt aber er zog mit einer kurzen nickenden Bewegung seinen Kopf nach Vorn und ich bin mir sicher, dabei war ein kurzes knurren oder zischen zu hören. So als würde er mir antworten, mit einem kurzen und klarem „ja, warum….“
Er blickte mich noch mal kurz an und ohne einen Laut verschwand er in der Nacht. Ich ging noch kurz hinterher aber die Dunkelheit hatte ihn bereits verschluckt, er war weg.
Nur wie war er auf unseren Hof gekommen, wir haben einen dichten geschlossenen Zaun durch den eigentlich nicht einmal eine Katze kommt. Also wie war er rein gekommen und wie wieder raus? und vor allem warum, warum hatte er an die Tür geklopft, wie auch immer er das gemacht hatte.

Eine Antwort darauf werde ich wohl nicht finden, es sei denn er kommt noch einmal zurück aber ich denke ich habe es begriffen. Wir gehören alle zur Natur, Menschen, Tiere, Pflanzen und egal wie überlegen, wie hoch technisiert wir uns doch gern selbst einschätzen wenn für einen kurzen Moment dies Alles vergessen und auf unsere Innere Stimme unsere Instinkte hören können wir uns verstehen. Ohne Worte und miteinander, nur miteinander, auf dieser Welt. Die Welt,die keinem von uns gehört und auf der wir auch nur gemeinsam ein Chance habe.
Was für ein Fuchs, er doch war, im wahrsten Sinne des Wortes und ich, ja und was für ein dummer Mensch ich doch war. Aber ich habe in dieser Minute, in diesen Sekunden viel gelernt, fürs Leben, unser Leben.

Du musst nicht mit den Augen sehen um die Welt zu verstehen. Wie gern reden wir Menschen und wie lange und wie gern wir uns selbst dabei zuhören aber es reicht nicht, wenn wir nichts dazu tun. Späte Erkenntnis ist nicht schlimm, nicht verwerflich oder irgendwie schlecht. Schlecht ist es nur, wenn Du es nicht mehr erkennst und nichts mehr tust.

Wo mir die Worte fehlen

März 16th, 2010 by ericladeur

Und was ich nicht mit Worten ausdrücken kann,
beschreibe ich mit Musik.

“Liebe ist die Antwort
und Musik ist Ihre Sprache
geschrieben mit einer Feder
getränkt in Herzblut”

Und wenn Du mich jetzt fragen würdest, was ich wohl lieber täte
schreiben oder komponieren;
so würde ich dann darauf antworten

…LEBEN

so lange es die Liebe gibt

März 9th, 2010 by ericladeur

weil ich nicht anders kann
weil es nicht anders geht
weil es die Liebe gibt,
sie berührt mich
immer wieder neu
so tief und wild
tief in meinem Herzen
spüre ich die Erfüllung
spüre die Wärme und
den Schmerz
und manchmal Kälte auch,
wenn es noch so unmöglich scheint
und doch
so einfach ist
weil ich mir sicher bin
das es nicht anders geht
das ich nicht anders kann

So lange es die Liebe gibt

eine Frage der Orientierung

Februar 28th, 2010 by ericladeur

Es gibt Menschen, die haben einfach nicht gemerkt
dass Sie ihr ganzes Leben lang Rückenwind hatten
weil Sie einfach schon immer verkehrt herum liefen

*

herbst2